Do you feel this HarmOny**
Angst

Es klingelt.
Gerade erwarte ich niemanden. Für einen Moment starre ich blicklos vor mich hin, darauf harrend was als nächstes passiert. Nichts! Ich wende mich wieder dem Buch zu in das ich vor dem klingeln vertieft war.
Weit komme ich nicht. Jetzt klingelt es Sturm. In Sekunden steigt mein Puls und ich höre das Blut in meinen Ohren rauschen. Versteinert sitze ich da, starr vor Angst. Wie auf Flucht getriggert, beginnt mein Gehirn sofort alle Möglichkeiten für eine Flucht abzuwägen. Die Feuerleiter! Grundsätzlich wohl die einzige Möglichkeit aus meiner Wohnung zu fliehen wenn die Gefahr, S. oder wer auch immer durch meine Wohnungstüre drängt. Doch auf diesem einzigen Weg kann nur ich alleine fliehen. Ich müsste Paul und die Katzen alleine lassen. Mir schießen 1000 Gedanken gleichzeitig durch den Kopf. Schon seit langem hätte ich endlich den SOS-Code mit Mama vereinbaren sollen. Die Panik ummantelt mich und nimmt mich damit in besitz. Mit feuchten Händen schleiche ich unhörbar zur Wohnungstüre – Paul in Begleitung. Vor der Türe beginnt Paul, die Nase fast im Türschlitz, zu schnüffeln. Wenn er nicht anschlägt, steht auch niemand unbekanntes vor der Türe. Paul schlägt nicht an. Ich schließe die Türe zwei Mal ab. Ähnlich wie die Panik mich in Sekunden durchflutete, ebbt sie nun in Sekunden ab bis zuletzt auch mein Puls sinkt.

Verrückt wie die innere Angst vor jemandem in manchen Momenten wieder und wieder Besitz von mir ergreifen kann.
13.1.12 11:52
 



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