Do you feel this HarmOny**
Dienstagnacht-Schlaflosigkeit

Die Schlaflosigkeit hat mal wieder Einzug gehalten. Ich könnte Dipiperon nehmen, aber der „Hang-Over“ am nächsten Tag ist einfach scheusslich, also versuche ich es einfach so lange bis ich schlafen kann. Doch auch wenn ich dann irgendwann eingeschlafen bin, wache ich alle paar Stunden wieder auf. Ich schaffe es einfach nicht zur Ruhe zu kommen. Möglicherweise verhindere ich dies sogar im Grunde selbst. Wenn ich zur Ruhe komme, dann denke ich manchmal an ihn; und wenn ich an ihn denke dann lodert der Schmerz wieder auf. Vielleicht verhindert meine Angst vor diesen Gedanken und dem damit verbundenen Schmerz dass ich zur Ruhe kommen kann.

Zum ersten Mal fragte mich meine Mutter heute, ob er mir noch fehlen würde.
Ja! Er fehlt mir, manchmal so sehr das es mir den Atem raubt und die Tränen in die Augen treibt. Er fehlt mir und doch finde ich keinen logischen, rationalen Grund dafür, dass es so ist. Gründe, logische und rationale fallen mir dagegen zu Hauf für das genaue Gegenteil, dafür warum er mir eigentlich nicht fehlen dürfte, ein. Allen voran wie er, nach allem was geschehen ist, von mir spricht und mich noch immer behandelt und dicht gefolgt von seiner neuen Beziehung zu seiner Ex-Freundin und das ich ihm mal ab von unserer Streitsache bei den Anwälten, mehr als egal und gleichgültig bin.

Es macht keinen Sinn und tut einfach nur weh!
Ich wünschte es würde endlich aufhören so weh zu tun.
17.1.12 14:42


Angst

Es klingelt.
Gerade erwarte ich niemanden. Für einen Moment starre ich blicklos vor mich hin, darauf harrend was als nächstes passiert. Nichts! Ich wende mich wieder dem Buch zu in das ich vor dem klingeln vertieft war.
Weit komme ich nicht. Jetzt klingelt es Sturm. In Sekunden steigt mein Puls und ich höre das Blut in meinen Ohren rauschen. Versteinert sitze ich da, starr vor Angst. Wie auf Flucht getriggert, beginnt mein Gehirn sofort alle Möglichkeiten für eine Flucht abzuwägen. Die Feuerleiter! Grundsätzlich wohl die einzige Möglichkeit aus meiner Wohnung zu fliehen wenn die Gefahr, S. oder wer auch immer durch meine Wohnungstüre drängt. Doch auf diesem einzigen Weg kann nur ich alleine fliehen. Ich müsste Paul und die Katzen alleine lassen. Mir schießen 1000 Gedanken gleichzeitig durch den Kopf. Schon seit langem hätte ich endlich den SOS-Code mit Mama vereinbaren sollen. Die Panik ummantelt mich und nimmt mich damit in besitz. Mit feuchten Händen schleiche ich unhörbar zur Wohnungstüre – Paul in Begleitung. Vor der Türe beginnt Paul, die Nase fast im Türschlitz, zu schnüffeln. Wenn er nicht anschlägt, steht auch niemand unbekanntes vor der Türe. Paul schlägt nicht an. Ich schließe die Türe zwei Mal ab. Ähnlich wie die Panik mich in Sekunden durchflutete, ebbt sie nun in Sekunden ab bis zuletzt auch mein Puls sinkt.

Verrückt wie die innere Angst vor jemandem in manchen Momenten wieder und wieder Besitz von mir ergreifen kann.
13.1.12 11:52


Fragen die dein Inneres zerschreien

In mir schreit es, unverändert. Doch so sehr es auch nach oben drängt, ich ringe es so tief hinunter, wie ich es nur vermag. Es kostet Kraft, Energie und eine unendliche Disziplin, bei all dem Schmerz, all der Trauer, der Wehmut und auch der Wut die in mir tobt, nach außen „die Haltung zu wahren“ und weiter stumm zu bleiben.

Wie kann ich denn jemals wieder einem Mensch soweit vertrauen und mich und meine Gefühle preisgeben, mich einem Mensch öffnen und angreifbar machen. Wie kann ich denn jemals wieder auch nur zu hoffen wagen nicht verletzt, belogen und betrogen zu werden, wenn mich doch das Wissen, gesammelt durch eine Vielzahl an Erfahrungen, gelehrt hat, dass diese Hoffnung nicht erfüllt werden wird?


S., ich habe dich damals gesehen und war gefesselt von deinem Blick. Niemals werde ich deinen Blick vergessen, als wir uns das erste Mal trafen, ein wenig schüchtern und überrascht sagst du mir in die Augen – kaum einen Augenblick lang. Doch in diesem Augenblick, in diesem Moment, habe ich mich für eine gefühlte Ewigkeit in deinen Augen verloren.
Sag mir, dieser erste Blick aus deinen Augen, als du zum ersten Mal in die meinen sahst, war es ein ehrlicher, ein aufrichtiger Blick?
In meinem Kopf gehe ich mit dem heutigen Wissen, Tag für Tag, Ereignis für Ereignis und Moment für Moment durch, immer und immer wieder und ich frage mich bei jedem einzelnen ob ich meiner Wahrnehmung noch trauen kann. Wie konnte ich mich nur so unglaublich in dir täuschen, wie konntest du nur meine Wahrnehmung so in die Irre führen?
Warst du jemals auch nur in einem Bereich ehrlich zu mir und hast mir keine Lügen erzählt? Jedes Lied was du mir jemals „gewidmet“ hast, ich glaubte dir du würdest tatsächlich durch sie zu mir sprechen. Ich habe dir einfach geglaubt, auch weil du wieder und wieder betontest ich könnte dir vertrauen, ich könnte dir glauben, niemals würdest du mich belügen oder betrügen, weil du doch wüsstest wie bitter-böse es sich für dein Herz angefühlt hat und wie sehr dein Vertrauen darunter gelitten hat belogen und betrogen zu werden.


Von dem Tag an, als wir uns das erste Mal trafen war ich dir treu, ich habe dich niemals betrogen, ich bin dir niemals fremdgegangen. Ich hatte auch nie Drogen konsumiert wenn du nichts davon wusstest oder etwas von deinen genommen ohne dein Beisein, wann immer du es mir unterstelltest – es war nicht so! Bis heute habe ich auch noch nie meine Medikamente oder meinen Körper für Geld verkauft.
Acht Monate lang gab es keine einzige Woche, keine 7 Tage am Stück, in der du mir nicht vorgeworfen hast eines dieser Dinge zu tun oder getan zu haben oder du vermeintliche Anzeichen dafür gesehen hast. Acht Monate lang musste ich mich immer wieder verteidigen, verteidigen wo ich nichts getan hatte, um die Wahrheit kämpfen, dafür kämpfen das du mir glaubst und dafür kämpfen das du mir vertraust.
Kämpfen und kämpfen und kämpfen – pausenlos…
…bis du mich betrogen hast mit jemandem unter dem dein Vertrauen doch, nach deiner eigenen Aussage nach, so leiden musste, du dich mit ihr in meiner Wohnung trafst, ihr meinen Babyhund Ria gabst, mich bestahlst und mir schließlich Ria für immer nahmst indem du sie verkauftest; und das alles während ich im Krankenhaus war.

„Ich weiss wie es sich anfühlt von dem Menschen den man liebt verletzt und betrogen zu werden! Aber ich bin anders – mir kannst du vertrauen!“

Diese Sätze gehören, dank dir, zu den Sätzen die einmal zu viel gehört, einmal zu viel geglaubt habe um dann zu erleben das sich das genaue Gegenteil von dem beteuerten Satz sich bewahrheitet.
„Love the way you lie“ hat wohl zu gut gestimmt!

Eine Vielzahl neuer Narben hat mir die Zeit mit dir beschert. Für die Zukunft wünsche ich mir nur dass meine Erinnerungen an dich mit Gleichgültigkeit in absolute Vergessenheit geraten.

8.1.12 21:58


Der Jahresrückblick 2011

Es folgt eine kleine Liste der Ereignisse die mir nach wie vor schmerzvoll in der Erinnerung geblieben sind:

- 2011 war das Jahr in dem ich versucht habe mit Leistung der Liebe von S. würdig zu sein.

 

- 2011 war das Jahr in dem ich auf eine sehr üble Art angeschrien wurde, wenn ich versucht habe S. bei seiner Arbeit zu helfen in dem ich ihn durch seine Nachtschicht gefahren habe, mich mit um seine Hunde gekümmert  oder seine Berichte geschrieben habe; und  somit war es auch das Jahr

 

- 2011 war das Jahr in dem ich trotz Dissoziationen Auto gefahren bin, weil S. ja auf mich angewiesen war und ich nicht nein sagen konnte, als er sagte, dass er mich braucht

 

- 2011 war das Jahr des Streits, weil ich noch nie derartige Streits ausgefochten habe, derart und unkontrolliert ausgerastet bin

 

- 2011 war das Jahr der Gewalt und der Gewaltausbrüche in meiner Beziehung. Ich bin von S. ins nächste Zimmer getreten, am Hals hochgerissen, die Treppe runtergeschupst worden (und ähnliches) und ich habe mich wie eine Furie gewehrt, gegen seine Gewalt und seine Aggressionen und dagegen wenn er mich versuchte festzuhalten, eventuell Habe ich ihn so auch seine Nase angebrochen… !

 

- 2011 war das Jahr des eingesperrt und kontrolliert werden, denn S. wollte mich in Situationen in denen ich ausgerastet bin nicht die Wohnung verlassen lassen und ständig wissen, was ich wann, wo und mit wem machen wollte. Und somit war es auch das Jahr

 

- 2011 war das Jahr der Eifersucht und

 

- 2011 war das Jahr des Flüchtens aus meiner eigenen Wohnung. Ich bin mehrere Male über meine Feuerleiter aus dem Schlafzimmer in den Hof und dann aus dem Haus geflüchtet. Manchmal konnte ich es einfach nicht mehr ertragen mit S. zu streiten oder er wollte mir wieder einmal noch keine 10 Minuten Ruhe gewähren, geschweige denn in einem Raum alleine zu sein. Zu flüchten war manchmal die einzige Chance für mich alleine zu sein, zur Ruhe zu kommen, runter zu kommen.

 

- 2011 war das Jahr der Selbstbestrafung, denn ich habe mich in einer Form selbstverletzt, dass ich mich selbst vor mir erschreckt habe. Als ich wieder einmal von S. Eifersucht und den daraus resultierenden Unterstellungen befeuert wurde, hielt ich das Gefühl nicht mehr aus, dass ein Mensch, der behauptet mich zu lieben, auch nur von mir denken könnte, ich ginge ihm, während ich ihm meine Liebe beteuere, fremd. Also beantwortete ich ihm seine Fragen zu seinem vermuteten Fremdgehen alle „nichts-wahrheitsgetreu“, aber eben so, dass seine Vermutung bestätigt wurde, damit er mich verlassen würde und ich nicht weiter unserer zerstörerischen Beziehung und all den Unterstellungen unterliegen muss. Eine meiner für mich existenziellen Grundregeln ist, niemals jemanden absichtlich und bewusst zu verletzen, doch gerade dies hatte ich getan und das auch noch indem ich S. bewusst angelogen hatte. konnte ich nicht akzeptieren, dass ich gerade dies getan hatte und dann auch noch dadurch das ich ihn bewusst angelogen hatte.

 

- 2011 war das Jahr des exzessiven Konsums von Medikamenten, Drogen, Alkohol und Hungerns. Ich war viel zu viel auf Speed und Pep um mich dann wieder mit Medikamenten und Gras runter zu holen. Das schlimme ist, ich habe die Zeit genossen. Ich habe genossen taub von Emotionen zu sein (oder wenigstens nicht ganz so anfällig für Emotionen), einen Gedanken komplett durchverfolgen zu können, für mich ist dies immer wieder eine unglaubliche Erfahrung, etwas Besonderes und weil es so wunderbar gut tut, auch etwas Erstrebenswertes. Natürlich weiß ich das es grundsätzlich überhaupt nicht gut, geschweige denn Gesund ist, jegliche Drogen zu konsumieren. Ich schätze meine Selbstaufgabe war nicht nur anhand meines Suizidversuches zu erkennen, sondern auch durch meine allgemeine Haltung meinem Leben gegenüber und wie ich mit dieser Haltung Entscheidungen für mich getroffen habe.

 

- 2011 war das Jahr des Verlustes von meinen Freunden. J. und P., J. und St., der Kontakt zu allen vieren ist zunächst eingeschlafen und dann mit Streitigkeiten auseinander gegangen. Nicht ohne das S. mir unter die Nase rieb, dass alle viere untereinander über mich herziehen würden.

 

- 2011 war das Jahr in dem mir S. zwischenzeitig sogar vorschreiben wollte, wann und wo ich mit meinen Freundinnen telefonieren durfte. Durch seine permanente Anwesenheit wurde es auch zunehmend schwerer mich mit ihnen mal alleine zu treffen

 

- 2011 war das Jahr in dem ich drei Tage lang nach meinem Suizidversuch im Koma lag, zwei Tage nach dem erwachen daraus das Krankenhaus wieder verlassen habe und nicht mehr davon  trug als eine Lungenentzündung. Leider war ich bis dorthin noch immer nicht klug geworden und half am Tag meiner Entlassung schon S. bei „Packaktionen“ für seinen Umzug und einer Tour Kartons ins seine neue Wohnung bringen.

 

- 2011 war das Jahr in dem mir S. einen Heiratsantrag machte, den ich bejahte. (Als nette Information am Rande möchte ich hinzufügen, dass S. nur knapp 3 Wochen nach seinem Heiratsantrag wieder etwas mit seiner Ex anfing während ich in einer Psychiatrie war.)

 

- 2011 war das Jahr in dem ich Ria, mein Bordercollie-Welpen bekomme und auch wieder verliere. Schon seitdem ich Paul habe, weiss ich, dass ich noch einen zweiten Hund dazu nehmen möchte. Aus finanziellen Gründen habe ich mir diesen Traum lange Zeit nicht erfüllen können. Ria war eigentlich als Geschenk von S. gedacht. Zum Teil zur Verlobung und auch weil er wusste wie viel Lebenssinn er mir mit einem weiteren Hund und damit auch einer weiteren Aufgabe schenken konnte. Da er allerdings bis zu dem Tag, an dem ihre Züchterin sie uns bringen und natürlich auch die Bezahlung für sie haben wollte, das Geld für sie nicht hatte, verkauften wir diverse Wertgegenstände (u. a. meinen 2 Jahre alten Motorroller und meine Spielkonsole) an ein An- und Verkaufsgeschäft. Somit leistete nicht nur S. Rias Kaufpreis, sondern wir zahlten ihn zusammen.

 

- 2011 war das Jahr in dem ich schließlich doch noch für 6 Wochen in die Psychiatrie gehen musste. Während ich dort war Hatten S. und ich ein Angehörigengespräch um zu besprechen wie es mit uns weiter gehen sollte. Wir einigten uns darauf uns erst einmal räumlich zu trennen, aber an unserer Beziehung und unserer Verlobung festzuhalten. Bereits am Wochenende nach diesem Gespräch sah meine Mutter S. mit seiner Ex-Freundin im Real-Markt. S. lief meiner Mutter sogar noch nach um vor ihr zu beteuern, dass die Situation einen falschen Anschein machte, er nur mit seiner Ex befreundet wäre und mich über alles lieben würde. Noch eine Woche später musste ich es dann lesen, durch Zufall! Durch einen Log-In-Fehler bei Facebook landete ich auf S. Seite. (Ich beschwöre es bei Katja und meinen Tieren!) Entgegen seinen Beteuerungen bei mir und meiner Mutter, lief zwischen ihm und seiner Ex schon seit dem Angehörigengespräch zwischen ihm und mir wieder etwas. Er hat sich sogar mit ihr in meiner Wohnung getroffen, ihr meine kleine Ria gegeben und wollte sich eine Wohnung mit ihr zusammen nehmen. Deswegen war dieses Jahr auch das Jahr

 

- 2011 war das Jahr des Hintergangen werden und des betrogen und belogen werden. Ich denke, um das Bild das sich tatsächlich abgezeichnet hat besser zu verdeutlichen muss ich hinzufügen, dass S. die Fakten selbst nach dem „auffliegen“ weiterhin bestritten hat. Wahrscheinlich glaubt er seine Lügen mittlerweile selbst. Über acht Monate hinweg habe ich nicht nur mitbekommen, gesehen und gehört wie er, alle Menschen mit denen er zu tun hatte, immer wieder mehr oder weniger, aber trotzdem kontinuierlich angelogen hat, sondern wurde selbst immer wieder und teilweise auch noch sehr schlecht und unüberzeugend von ihm angelogen. (Drogen, das Wissen bzw. Nichtwissen seiner anderen Ex-Freundin von mir, seine Arbeit und einige Themen mehr)

 

- 2011 war das Jahr des bestohlen werdens. Als ich nach dem Krankenhausaufenthalt wieder in meine Wohnung kam fehlten natürlich nicht nur S. Sachen, sondern auch Dinge die mir gehörten. Der größte Verlust für mich, ist meine Ria. Mein kleiner Babyhund! Genau der Babyhund der mir zur Verlobung „geschenkt“ wurde, der meinem Leben wieder etwas mehr Sinn geben sollte. Der Babyhund, für den ich meinen Roller und meine Spielkonsole verkauft um einen erheblichen Teil ihres Kaufpreises zu entrichten. Erst hat S. sie einfach mitgenommen und in die Obhut seiner neuen, alten Freundin gegeben, dann kam sie zu den Eltern dieser Freundin und letztendlich hat er sie einfach verkauft. Mein Baby, mein kleines Mädchen, mein süßer Welpe, meine Ria, einfach von Hand zu Hand gegeben und dann verkauft. Mir zurückgeben, derjenigen der er den Welpen noch Wochen zuvor geschenkt hat, nein das wollte er nicht! Was sagt das über diesen Mensch, seinen Charakter aus? Und wer würde dieses Verhalten nicht als boshaft bezeichnen? Doch irgendwie ist es mir nicht möglich zu akzeptieren, das er mir die Kleine einfach schenkt“ und sie mir dann wieder nimmt um sie zu verkaufen. Ich habe diesen kleinen Babyhund geliebt vom ersten Moment als ich sie in den Armen hielt. Immer wenn ich Ria mit Paul tobend im Park sah, all die Lebensfreude die sie umgab, konnte ich Kraft und irgendwie auch ein bisschen Lebensmut auftanken. S. hat mir das genommen, S. hat mir sie genommen und auch wenn ich weiss das es zum Teil auch ein schlechter Vergleich ist, so denke ich das ich ähnliche Empfindungen für dieses Hundebaby habe, wie es eine Mutter für Baby hat. Also sage ich auch noch das S. mir mein Baby genommen hat um sie wiederzubekommen folgt der nächste Punkt:

 

- 2011 war das Jahr in dem entscheide für meine kleine Ria vor Gericht zu gehen. Doch ich klage nicht nur meine Besitzrechte an meinem Hundebaby ein sondern auch alles was S. mir noch durch das Ausstehen seiner Anteile an der Miete und dem Strom, für die Zeit die er auch von der Arge einen Mietanteil ausgezahlt bekommen hat, schuldet, sowie die Telefonkosten die er nachweislich mit meiner Handykarte (die er sich von mir geborgt und auch nicht zurückgegeben hat) verursacht hat. 

 

- 2011 war das Jahr schlimmster und immer schlimmerer Albträume. Ich kann gar nicht mehr zählen wie häufig ich vollkommen nassgeschwitzt in meinem Bett wach geworden bin; wirklich nass – selbst meine Bettwäsche ist jedes Mal klatsch nass gewesen. In manchen Nächten bin ich sogar mehrfach wach geworden, jedes Mal  wache ich panisch aus einem Albtraum auf, bin nass geschwitzt – ziehe mich um, schlafe wieder ein um nur ein paar Stunden später wieder nassgeschwitzt und panisch aus einem Albtraum zu erwachen. Meistens habe ich das Gefühl selbst im Schlaf keine wirkliche Ruhe zu bekommen, es ist fast so als wenn mein Gehirn ständig Am Arbeiten wäre.

 

- 2011 war das Jahr das mir schlimmste Seelenqualen bereitete, die immer wieder explosionsartig an die Oberfläche drängen und doch sind diese, meine Seelenqualen wie die Eisberge, selten sieht man mit Abstand mehr als nur die Spitze, selten mehr als einen winzigen Teil des großen Ganzem. Wahrscheinlich können aus diesem Grund auch die wenigsten sehen wie groß der Eisberg meiner Seelenqualen tatsächlich ist – für mich.

 

- 2011 war das Jahr tiefster Verzweiflung, Zweifel und Hoffnungslosigkeit. Ich weiss nicht mehr wie oft ich schon geglaubt habe, alles an Hoffnung verloren zu haben, doch wie dieses Jahr mir gezeigt hat, war ich bis zu diesem Jahr wenigstens immer mit einem Rest an faktischer und realistischer Hoffnung ausgestattet, doch nun? An dem Punkt an dem ich dieses Jahr angekommen bin, weiss ich, dass ich ohne gravierende Veränderungen meiner Gesundheit nichts mehr zu erwarten habe. Armut, Einsamkeit, Nutzlosigkeit, eine finanzielle Belastung für meine Eltern und meine restlichen Mitmenschen, mehr habe ich derzeit nicht zu erwarten, mehr werde ich wohl nicht sein – und so was wollte und will ich niemals sein. Doch gibt es Auswege? – Auswege kann ich derzeit keine mehr sehen und mein Versuch den ewig letzten Ausweg zu gehen, der sich mir immer wieder aufzudrängen schien, selbst der wollte mir nicht gelingen. Anscheinend bin ich noch nicht mal fähig zu sterben.

 

- 2011 war das Jahr von einer unglaublichen Summe an Schulden. Eine Summe Schulden die es mir nur noch durch ein Insolvenzverfahren möglich macht davon jemals wieder frei zu werden. Die Frage wie es dazu kommen konnte ist einfach zu beantworten. Sei dem ich S. kannte, habe ich immer weniger für meinen Vater gearbeitet und stattdessen haben S. und ich einen guten Teil unserer Beziehung mit allen Tieren zusammen von meiner kleinen Rente gelebt. Es kam weniger Geld rein und ich habe mehr als das doppelte, zu der Zeit vor S., ausgegeben. Für Lebensmittel, die Tiere, Drogen und jede Menge anderes, darunter vieles von dem ich hoffte es würde mich ein wenig glücklicher machen, eine kleine Zeit erfreuen. Dazu kommen die Schulden die ich schon bei Ikea hatte, Dispokredite, eine Umschuldung auf einen Kredit zu dem eine weitere Summe kam, die eigentlich als kleiner finanzieller Puffer dienen sollte, der sich dann aber auch innerhalb von ein paar Wochen einfach verflüchtigt hatte.

 

- 2011 war das Jahr in dem ich versucht habe mich aus Abhängigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen zu lösen. Sei es aus meinem Arbeitsverhältnis bei meinem Vater, dem emotionalen Verhältnis zu meiner Mutter, oder meiner chaotisch-zerstörerischen Partnerbeziehung zu S.. Die meisten Lösungsversuche waren allerdings nicht gerade von Erfolg gekrönt.

 

- 2011 war das Jahr eines neuen Tattoos! Das Claddagh-Symbol, welches für sich allein schon für Liebe (ein Herz gehalten von), Freundschaft bzw. Vertrauen (zwei Hände mit), Treue bzw. Loyalität (einer Krone) steht, aber eine noch tiefere Bedeutung mit meiner Verbundenheit und tiefen Liebe zu meiner Seelenschwester Katja bekommt. Besonders für sie und das was mir unsere Freundschaft bedeutet steht dieses Symbol. Auf ewig wird sie ein prägnanter und besonders auch ein präsenter Teil von mir sein und genau so wird es mich auf ewig daran erinnern, dass ich durch sie allein, meine Katja, meine Seelenschwester, niemals der einzige sein werde, der genau So ist wie er ist, weil Sie genau so ist, wie ich. Besonders schön ist, das sie sich genau dasselbe Tattoo, an derselben Stelle und vermutlich auch aus denselben Gründen hat tätowieren lassen.

 

- 2011 war das Jahr in dem Dr. O und V. meine Betreuerin mir Grundloseins PsychKG und die daraus resultierenden Konsequenzen angetan haben! 

(Montags hatte ich einen Termin mit meiner sozialen Betreuerin bei meinem Neurologen Dr. O. Ich erzählte das ich verhältnismäßig stark depressiv war. Das ich häufig weinte, dass es mir schwer fiel positives zu sehen und eine Spur Optimismus aufzubringen welcher ausblendet wie meine vermeintliche Zukunft ohne positive Veränderungen meines Gesundheitszustandes und damit auch meiner Berentung aussehen wird. Ich erzählte, dass ich einfach unendlich erschöpft bin – müde – und wie viel Kraft mich dieses Jahr gekostet hat. Ich sagte das ich mich jetzt einfach nur noch meinem Leben wie es eben ist ergeben werde, dass ich akzeptiert habe das es so ist wie es ist und das ich nicht bereit bin weiter zu kämpfen und immer weiter zu kämpfen für eine Veränderung die ich wohlmöglich niemals erzielen kann.

Und dann kamen Fragen, ausgerechnet von Dr. O., die ich in den letzten 10 Monaten unzählige Male beantwortet habe. Immer dieselben Fragen, zu immer denselben Themen. Auf einmal war ich nicht nur   traurig und depressiv, ich wurde so unglaublich sauer, so wütend, dass ich mit zunehmender Steigung spürte wie es in mir kochte, die Wut meiner Furie nach oben drängte und ich kurz davor war zu explodieren, auszurasten. Jetzt waren es nicht nur meine Eltern, welche die Ereignisse und mein Erlebtes des Jahres nicht mehr in einen Zusammenhang mit meiner aktuellen Gemütslage, meinen allgemeinen psychischen Zustand brachten, mein Arzt, Neurologe, Psychiater, Dr. O., der mich die letzten vier Jahre behandelt hat und den ich zeitweise für seine ganze Arbeit, seine Art mit mir zu sprechen, mir scheinbar folgen und mich sogar teilweise verstehen zu können, in den Himmel gehoben – ja Idealisiert – habe, begibt sich mit einem Schlag in die Tiefen – der Abwertung - . Ich verließ das Gespräch – ich gebe zu, zum unglücklichsten Zeitpunkt den es wohl geben konnte, als Dr. O. mich nach meiner Suizidalität fragte.

Am nächsten Tag wurde ich durch das Ordnungsamt per Zwangseinweisung auf die geschlossene gebracht. Als sie mir sagten sie wollten mich mitnehmen und brächten meine Tiere ins Tierheim, weigerte ich mich. Sie riefen zwei weitere Männer vom Ordnungsamt, Schrank groß und schwer, sie brauchten einige Zeit weil ich mich in Panik wehrte. Wie immer wenn mich jemand versucht festzuhalten drehte ich durch. (Seit diesem bestimmten Erlebnis in meiner Jugend kann ich es nicht mehr ertragen festgehalten zu werden, nicht entscheiden zu können ob ich weg möchte… ich halte es einfach nicht aus.)Die Kerle waren wohl eine Spur zu klobig oder ungeschickt, jedenfalls brauchte es beide Männer um mich auf den Bauch und Boden zu legen. Jeder stemmte ein Knie auf meinen Rücken, dann legten sie mir auf dem Rücken Handschellen an. So gefesselt fuhr ich auf der Trage fixiert im Krankenwagen. Sie brachten mich auf die geschlossene, dort wurde ich direkt ins Fixierbett gelegt. Füße, als auch Arme, wie auch  der Oberkörper sind in so einem Bett festgeschnallt. Ich weinte heftig in Panik und immer noch Flash-Backs durchlebend.

Eine gefühlte Ewigkeit später wurde ich befreit. Und bereits am nächsten Tag durch eine Richterin wieder entlassen. Der Verdacht zur Begründung einer Zwangseinweisung lässt sich nicht bestätigen.

Ich war nicht suizidal, ich bin es auch jetzt nicht. An dem Tag als sie mich so brutal abgeholt haben das die blauen Flecken noch bis vor kurzem zu sehen waren, an diesem Tag hatte ich geplant damit anzufangen mein Büro zu streichen. Plant jemand Streich- und Verschönerungsarbeiten wenn er auch nur in geraumer Zeit vor hat sich umzubringen? Ich habe das Büro ein paar Tage später dann noch gestrichen.)

 

- 2011 war das Jahr in dem ich das Vertrauen zu meiner sozialen Betreuerin und meinem Psychiater verloren  habe. Ich habe gedacht diese beiden Menschen würden mich besser kennen und verstehen, leider war dem nicht so. Der „Standard-Borderliner“ hätte vielleicht dieses Mittel der „Hilfe“ benötigt, niemals aber ich und gerade Momentan erst recht nicht. Doch die Situation in der diese Kerle mich Gewaltsam auf den Boden legten und dann wegschleppten und wie ich sie erlebt, empfunden, wahrgenommen habe die macht es mir nicht möglich über dieses „Versehen“ hinwegzusehen. Ich hätte niemals gedacht das ausgerechnet diese beiden Menschen dafür sorgen würden das mein Jahr 2011 ein entsprechend schrecklichen Abschluss bekommen hat.

 

 

2011, sollte ich bewerten welche Position dieses Jahr bekommt, wenn es darum geht welches Jahr mir in einem Leben die meiste Kraft geraubt und am schwierigsten zu ertragen war, 2011 erhält mit Abstand den vorersten Rang. Ich kann es immer noch kaum glauben, dass ich 2011 tatsächlich überlebt habe und das meine ich sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne.

Um meinen Jahresrückblick 2011 trotz allem mit etwas Gutem abzuschließen folgt nun der wunderbarste Punkt:

 

 

- 2011 war das Jahr der schönsten, wertvollsten Liebeserklärung aller Zeiten. Ohne jede Romantik im Sinne einer Partnerschaft oder Paarbeziehung, allein mit der Romantik einer wunderbaren, tiefen Freundschaft, einer Seelenverwandtschaft und den unerklärbar guten Gefühlen und der Liebe die daraus entsteht.

 

 

Zum wiederholten Male war es nicht die Familie, keine Beziehung die mein Jahr erhellten, mir das positiv Highlight des Jahres bescherten und somit den Kreis der negativen Erlebnisse, Ereignisse, Erfahrungen durchbrach, sondern eine Freundin. Meine Freundin, meine Seelenschwester, mein Engel, meine Katja! Ihre Worte, ihre Anwesenheit, ihr Dasein und mein Wissen um ihr Verständnis, Mitgefühl und ihre Liebe zu mir – das ist mein Positiv-Jahres-Highlight 2011!
Katja ich danke dir!!!

2.1.12 01:59


Letztes Jahr um diese Zeit

und wieder treibe ich auf einem Gedankenstrom hinfort, weiter und weiter in die Vergangenheit zu dem Zeitpunkt heut genau vor einem Jahr. Diese Zeit um Weihnachten vor einem Jahr ist mir noch ähnlich im Gedächtnis, als wäre es gerade gestern geschehen.
Nach einigen Momenten, es ist immer gleich, verschwimmt alles vor meinen Augen, weil die Seele so laut schreit, das Herz so schrecklich schmerzt und leidet. Dann neige ich, wie immer, resigniert den Kopf nach vorne und wische mir die Tränen aus den Augen. Der Gedankenstrom endet an ewig der selben Stelle...
Warum?
24.12.11 02:22


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